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Dem jungen Mann, der 1946 im zarten Alter von zwei Lebensjahren in Wiesbaden zum ersten Mal abgelichtet wurde, schien auf Grund seines Outfits eine Zukunft als Blas-Instrumentalist und Schlager – und Volksmusik-Liebhaber gewiss zu sein. Aber es kam schließlich ganz
anders ...............
.......... und mit 25 Jahren befand er sich im Kreise von Leuten, vor denen Eltern üblicherweise ihre Kinder warnten (so auch mich). Trotzdem habe ich mit dieser Truppe von Motown Soul-Hits bis ausgeflippter Psychedelic-Musik in sechs Jahren (fast) alles ausprobiert
.

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SOUL CARAVAN / XHOL CARAVAN / XHOL
1966 – 1972
James Rhodes und
Ronnie Swinson voc;
Tim Belbe ts, fl ;
Hans Fischer as, ss, fl ;
Gerhard alias Öcki von Brevern org, p;
Gilbert (Skip) van Wyck dr;
Werner Funk  git;
Klaus Briest b.

 

Als sich die Band 1972 auflöste, zählten neben diversen Plattenveröffentlichungen  wichtige Auftritte zu den Highlights der Band-Historie  - so bei den Internationalen Berliner Jazztagen 1968 als Begleitband der Soulsängerin CARLA THOMAS und als eigenständiger Act (wir spielten die Eigenkomposition „All Green“), ein Auftritt in der Jahrhunderthalle in Frankfurt /M – Hoechst als Vorband bzw. „Support“ – wie man heute sagt - von KING CURTIS & THE KINGPINGS. Daneben gab es die Zusammenarbeit mit dem Filmregisseur ULRICH SCHAMONI, für dessen Filme „Wir Zwei“ und „Das Unheil“ die Band die Filmmusik machte.
Und zum Schluss schickte uns das Goethe-Institut 1972 auf eine Skandinavien-Tournee mit Auftritten in Finnland und Norwegen.
Weitere Infos zur Band-Geschichte gibt es auf der Webseit
eXHOL (Caravan) – eine längst überfällige Website
Über die Re-Issues der Plattenveröffentlichungen auf CD und DVD gibt es alles Wissenswerte auf der Homepage www.diregarden.com

 

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Danach war es Zeit, Wiesbaden zu verlassen und es verschlug mich an die Waterkant (1972 – 1974). In Hamburg traf ich den gerade aus den Startlöchern gekommenen OTTO WAALKES und –als Session-Drummer- den zu dieser Zeit noch unpanischen UDO LINDENBERG. Mit dem Schlagzeuger Carsten Bohn, ehemals Mitglied der Gruppe FRUMPY (mit Frontfrau INGA RUMPF) machte ich eine neue Band auf mit Hamburger und Bremer Musikern, die sich DENNIS
nannte (in folgender Besetzung):

Manne Rürup keyb.;
Michael Kobs keyb.;
Thomas Kretzschmar  git.;
Willi Pape  sax;
Carsten Bohn dr.;
Klaus Briest  b.

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Dem Bremer Flötisten Elias Leeuwarden verdanke ich die Empfehlung, mich als Musiker nochmals auf die Schulbank zu setzen (und meine„Drogenkarriere“ zu beenden). So kam ich nach Bremen, studierte am Konservatorium und tat mich in der überschaubaren Szene um. Mit der Band TRAIN erlebte ich eine sehr schöne Mischung aus strukturierter und freier, improvisierter Musik.

TRAIN
1975 – 1976
Siegmar Vetter saxes;
Michael Kobs und Gert Lueken keyb.;
Ulli Neels dr.;
Ronald Geißler git.;
Klaus Briest b.

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Danach gab ich ein kurzes Gastspiel als Kontrabassist im
HARALD-ECKSTEIN-QUINTETT.
Meine Begeisterung für diese Art  Jazz war jedoch noch nicht sehr ausgeprägt. Statt dessen brach the age of funk-music an! Und ich lernte, dass “Salsa” nicht nur Soße heißt, sondern eine rhythmisch heiße Mucke ist. Mit dem Mitstudenten Axel Figur an den Tasten spielte ich dann eben diese Mischung bei der Band STEW – und gleichzeitig in der Salsa-Gruppe COMBITO LATINO des peruanischen Keyboarders Carlos Montoya.

STEW
1977 – 1979
Axel Figur keyb.;
Frank Fischer tb;
Christoph Ralfs saxes, fl.;
Thomas Bendzko tp;
Arndt Ötting tp;
Götz Kujack dr.;
Jürgen Würdemann perc.;
Rainer Damisch git.;
Klaus Briest b.

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Es begannen die Zeiten der „artistischen“ Berufskollegen STANLEY CLARKE, JACO PASTORIUS und MARK KING – um nur einige zu nennen. Die Mischung aus Rock, Funk, Blues und Latin hatte es mir angetan. Meine Spielwiese waren hier die Bands des Bremer Gitarristen Jürgen Kolbe SESSION GROUP und die Sommerurlaubs-Band CROSSPOINT, die sich in der Ardeche im schönen Frankreich herumtrieb – mit der musikalischen Unterstützung des französischen Perkussionisten Thierry Fournier

 

sgr

SESSION GROUP
1982 – 1986
Gert Lueken keyb.;
Jürgen Kolbe git.;
Manfred Naumann dr.;
Klaus Briest b;
Special Guest:
Ron Schirm tb (from Canada)

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CROSSPOINT
Ulf Kemper voc, git.;
Enno Meyer keyb.;
Jürgen Kolbe git.;
Thierry Fournier perc.;
Manfred Naumann dr.;
Klaus Briest b;

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Beeindruckt von Fusion-Schwergewichten wie den YELLOWJACKETS verlegte ich mich mit meiner nächsten Band auf das akribische Covern von dieser u.ä. Bands. Der Freiraum als Musiker wurde für mich sehr viel kleiner, aber ich habe die Stücke als Herausforderung angenommen und auch gerne gespielt.

FIVE WHEEL DRIVE
1993
Eckhard Petri saxes;
Bernd Voss git;
Andreas Herrmann keyb.;
Robert Waller dr.;
Klaus Briest b.

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Alle bisher gemachten Erfahrungen plus einer wachsenden Freude am Jazz – auch in seiner eher traditionellen Form – flossen in meine nächste Band ein.

QUADROPHOL
2001 – 2002
Christoph Linke saxes;
 Jochen Kaiser keyb.;
Ulli Rybarczyk dr.;
 Klaus Briest b.

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Damit kommen wir zum aktuellen Projekt. Die schon angesprochene Mixtur aus Blues, Funk und Latin plus Jazz kennzeichnet den Stil meiner derzeitigen Band. Back to the roots einerseits – musikalisch orientiert am „Bass-Vater“ JAMES JAMERSON mit seiner Spieltechnik der dynamischen und melodisch ausgeprägten Bass-Lines, die meinen eigenen Stil geprägt haben. Andererseits trage ich der Tatsache Rechnung, als Bassist auch thematisch und solistisch gefordert zu sein. Dies bedeutet auch eine Erweiterung meiner Ausdrucksmöglichkeiten (indem ich manche Stücke auf einem 6-saitigen Bass spiele, die anderen auf dem gewohnten 4-Saiter).

gc

GROOVE COLLECTION
seit 2006
Edwin Bohlmann saxes;
Wolf Maehder keyb.;
Jürgen Kolbe git.;
Christoph Nieger dr. + perc.;
Klaus Briest b.             

Das ist aber noch nicht alles ......... jetzt gehört auch noch ein elektrischer Kontrabass (Upright) zu meinem "Fuhrpark". Damit knüpfe ich wieder an die Zeiten meines Musikstudiums an, in denen ich den "richtigen" Kontrabass gespielt habe. Das ist keine Schnapsidee – es gibt dafür genug musikalische Gründe.
Ich spiele parallel zu meinem Engagement bei GROOVE COLLECTION noch in der Delmenhorster Jazz Big-Band JAZZINVADERS, die von dem bekannten Jazz - Posaunisten Hans Kämper geleitet wird. Hier ist das perfekte  Anwendungsfeld für den Upright – Walking Basslinien und Latin-Titel. Auch wenn ich dann eine ganze Menge an Instrumentarium bewegen muss – die beiden anderen Bässe brauche ich  wegen der zu spielenden Stücke ja auch.
Sonst noch was?
Tja – da gibt es noch ein neues Projekt! Zum ersten Mal spiele ich in einem Quartett, das aus einem Pianisten, einem Perkussionisten, einer Sängerin und mir besteht und Jazz- und Latinstandards im Programm hat, obwohl sich der Name der Band wie der einer Kabarett – Truppe anhört (kann alles noch werden, man weiß ja nie .....): ELFRIEDE UND IHR DOKTOR.